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Energieausweis: Alles im grünen Bereich? |
| 11.02.2009 - Seit Anfang des Jahres haben sich die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland erheblich verschärft. Die Vorgaben gelten allerdings nur für Neubauten und bei wesentlichen Änderungen im Bestand. Bei der Errichtung bestimmter Gebäude muss ein Teil des Wärmebedarfs jetzt aus regenerativen Energien kommen. Zudem benötigen sämtliche Wohngebäude bei Neuvermietung oder Verkauf nun einen Energieausweis. Er soll vergleichbare Daten über die Energieeffizienz der Häuser liefern. „Die Vorlage ist gesetzliche Pflicht", erläutert Dr. Harald Lehmann vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). "Bei Verstoß sieht der Gesetzgeber ein Bußgeld bis zu 15.000 Euro vor." Wer bisher noch gezweifelt hat, welchen Sinn der neue Ausweis haben soll, dem hat es der insgesamt kalte Winter gezeigt. Bei Minustemperaturen über mehrere Wochen hinweg ist die Heizung im Dauerbetrieb gewesen, die Heizkostenrechnung dürfte trotz gesunkener Energiepreise entsprechend üppig ausfallen. "Besonders beim Kauf einer Immobilie oder beim Abschluss eines Mietvertrags sollte daher jeder wissen, was auf ihn zukommt", betont Lehmann. Der Energieausweis zeigt auf einer Skala von Grün bis Rot das Niveau der Heizkosten an. "Energieeffiziente Bauten mit der Farbe Grün punkten mit geringen Heizkosten, hohem Wohnkomfort und mehr Wert auf dem Immobilienmarkt", erklärt der Experte. |

